Königlicher Wein

Bei meinem Ausflug in die Region St. Émilion im Bordeaux-Gebiet, habe ich ein Weingut besucht, dessen Wein schon eine waschechte Königin verkostet hat! Doch beginnen wir von vorne…

Appellation Pomerol

Das Weingut Château Tailhas ist Teil von der Appellation Pomerol nahe St. Émilion. Dem Ort resp. Terrain geschuldet, wird hier primär Merlot angebaut (mehr Infos dazu). Doch da Bordeaux-Wein traditionell eine Mischung aka Blend ist, wachsen auf dem Weingut auch Cabernet Sauvignon Trauben – das Mischverhältnis in der Flasche ist ca. 80% Merlot und 20% Cabernet.

Das Weingut gehört seit Jahrzehnten der Familie Nebout – aktuell führen zwei Brüder den Hof, die nächste Generation ist bereits auf dem Gut unterwegs. Obwohl sie in so einer angesehenen Region Wein produzieren, sind sie schlussendlich einfach Bauern. Sie führen gerne Gäste über ihr Gut, sind sehr stolz auf ihr Handwerk und plaudern aus dem Nähkästchen. Wer sie besuchen möchte, sollte vorher kurz reservieren, sonst könnte es auch sein, dass der Winzer grad unterwegs in den Reben ist.

Die Weine werden in neuen Fässern aus französischer Eiche gelagert - ein Fass kostet 1000 Euro.

Wein für eine Königin

Am 19. November 1997 feierten Queen Elisabeth und ihr Mann Goldene Hochzeit. Zu diesem Anlass wurde zum Lunch geladen. Und natürlich gab es zu jedem Gang einen passenden Wein. Zum Hauptgang, bei dem es Ente, Kartoffeln und Bohnen gab, wurde ein Pomerol Château du Tailhas 1988 serviert!

Nein, die Winzer von Tailhas wussten nichts davon, freuten sich aber umso mehr, als sie davon in der Zeitung gelesen haben. Der Artikel sowie eine Kopie des royalen Menüs hängen im Degustationsraum des Weinguts. Und das, obwohl die Franzosen die Engländer eigentlich gar nicht mögen ;)

Der Wein ist trotz königlichem «Segen» gar nicht mal so unerschwinglich. Ein 2019er, den man sehr gut noch lange lagern kann, kostet 35 Euro die Flasche.

Das königliche Menü

Der Château Tailhas 1988 wurde zum Hauptgang serviert beim Goldenen Hochzeit der Queen!

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Rias Baixas – Albariño aus Galicia

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Bordeaux – Besuch in St. Émilion